„Strike a Pose“ – Dokumentarfilm und Gespräch anlässlich des Welt-Aids-Tages 2016

Dokumentarfilm von Ester Gould und Reijer Zwaan, Niederlande / Belgien 2016, 83 Min (englisch ohne Untertitel).

1990 suchte Superstar Madonna für ihre „Blond Ambition“-Tour Performer. Aus zahllosen Bewerbern wurden die schwulen Tänzer Salim, Kevin, Carlton, José, Luis und Gabriel ausgewählt, und als einziger Hetero der Hiphopper Oliver. Die Tour wurde von einem Filmteam begleitet. Madonna inszenierte sich als Mutterfigur der Bühnenfamilie und die Tänzer fanden schnell Fans unter homosexuellen Jugendlichen, die sie als Vorbilder ansahen. Die Ikone Madonna nutze ihre Auftritte, sich für die schwule Befreiung und die Akzeptanz von Aids einzusetzen. Doch die Tänzer, die entscheidend zu Madonnas Glaubwürdigkeit beitrugen, lebten weiterhin kein selbstbewusst-offen schwules Leben bzw. verheimlichten ihre HIV-Infektion. Gabriel starb 1995 an Aids, die anderen verfolgten weiter ihre Karrieren. 25 Jahre nach der gemeinsamen Zeit treffen sich die sechs Männer, und es werden Geheimnisse gelüftet, die lange zurückgehalten wurden. Den Filmemachern gelingt es, die Geschichten der sehr unterschiedlichen Tänzer zu erzählen, um sich zum Kern der Wahrheit vorzuarbeiten.

Auch 2016 gibt es immer noch Mythen zu den Übertragungswegen von HIV. Menschen, die sich mit dem HI-Virus infiziert haben trauen sich nicht sich zu outen, da ihre Ängste auf Ablehnung und Diskriminierung zu stoßen, durchaus real sind. Peter Thürer (Sozialarbeiter der AIDS-Hilfe Leipzig e.V.) und Ingo Günther (Ehrenamtler der PoppPiraten) eröffnen nach dem Film die Diskussion. Themen dabei sind u.a. Safer Sex Strategien, Verantwortung beim Sex und HIV-positives Testergebnis-Was nun?)

Referent_in / Kooperationspartner_innen:

Cinémathèque Leipzig e.V.

Hinweise:

Film in englisch

Eintritt:

6,50 € / 5,— € (ermäßigt) / 3,— € (Leipzig–Pass-Inhaber*innen und Schwerbeschädigte)
Geflüchtete haben freien Eintritt